Gaststätten in Sehlde



Einleitung

Gaststätte Strube – Oberheim

Gaststätte Hohnschopp – Haase

Gaststätte Arnemann – Gassmann

Quellen


1. Einleitung

Die ersten Nachweise von Gastwirtschaften in Sehlde stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. August Strube kaufte ein Haus an der Straße nach Eime und richtete dort eine Gaststätte ein, die – mit wechselnden Besitzern – bis 1993 bestand. Eine weitere Gaststätte bekam Sehlde 1865 am östlichen Ortsausgang. Ludwig Hohnschopp erwarb das Haus und erhielt eine Schankkonzession. Diese Gastwirtschaft bestand, auch wieder mit wechselnden Besitzern, bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Außerdem gab es im Dorf mehrere Flaschenbier-Verkaufsstellen, von denen eine, die am Gänsekamp, nach dem 2. Weltkrieg von Albert Arnemann zur Gaststätte ausgebaut wurde.

Größere Veranstaltungen der Sehlder Vereine (Schützenfeste etc.) wurden von den Gastwirten im Wechsel ausgerichtet.

Seit dem 31.06.2012 gibt es in Sehlde keine Gastwirtschaft mehr. Für Veranstaltungen können Räume im Dorfgemeinschaftshaus und in dem Schützenhaus gemietet werden.

Anzeigen in Zeitungen informierten die Bevölkerung über Aktivitäten der Vereine, der Kirche, des Gemeinderates u.s.w., die für ihre Versammlungen gern Nebenräume der Gaststätten nutzten. Nach den Veranstaltungen wurde dann kurz und knapp berichtet – ohne ergänzende Fotografien.

Die nachfolgenden Artikel / Anzeigen entstammen alle der Niedersächsischen Post / Elzer Zeitung oder der Leine- und Deister-Zeitung, die heute alle zum Verlag F. Wolff & Sohn KG, Gronau gehören.

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Veranstaltungen wurden in den Zeitungen angekündigt. Hier „ladet ergebenst ein“ der Gastwirt Louis Niemeyer, der den Gasthof von Louis Hohnschopp übernommen hatte.

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Ludwig Breves hatte kurz vorher den Gasthof von der Witwe Langeheinecke übernommen

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Hier ist Ludwig Breves, Eimer Straße, der Gastgeber

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Heimatabende waren eine beliebte Abwechslung für große und kleine Sehlder. Organisatoren waren in der Regel der Pastor und der Lehrer

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2. Gaststätte Strube – Oberheim

Pastor Bauer hat in seinem “Familienbuch“ die Namen der Sehlder Hausbesitzer-Familien ab ca. 1600 aufgelistet. Die Einträge für dieses Haus beginnen mit dem 1680 verstorbenen Berend Bruns. Dessen Tochter Lucie heiratete den aus Hadersleben i. Holst. stammenden Jürgen Mertens. Darauf folgten mehrere Generationen der Familie Martens (auch Mertens geschrieben). Unsicher ist ob Johann Heinrich Konrad Martens, geb. 1813, das Haus direkt an den Gastwirt August Karl Christian Heinrich Strube verkauft hat oder ob zwischenzeitlich ein Wökener das Haus besessen hat. Mit August Strube ist die Existenz einer Gaststätte für dieses Haus belegt. Eine Jahreszahl wurde aber bislang nicht gefunden. Auf Strube folgte der Land- und Gastwirt Heinrich Konrad Friedrich Wilhelm Langeheinecke. Nach seinem frühen Tod, er starb 1908 mit 40 Jahren, führte seine Witwe Johanne den Gasthof weiter.

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Ob auf dieser Postkarte von 1906 Mitglieder der Familie Langeheinecke zu sehen sind, ist nicht überliefert.

Bild 2.2Bild 2.2
Während eines Gewitters im Juli 1910 wurde das Dach der Gastwirtschaft durch einen Blitzstrahl in Brand gesetzt. Dieses überregionale Ereignis wurde auch von der Alfelder Zeitung, heute Alfelder Zeitung, Verlag Dobler GmbH & Co. KG, 31061 Alfeld, publiziert.

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Die Witwe Langeheinecke ließ das Haus wieder aufbauen und verkaufte es 1911 an den Gastwirt Ludwig Breves.

Bild 2.4
Bild 2.4
Steht hier Ludwig Breves in der Einfahrt zu seiner Gaststätte?

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Ludwig Breves erweiterte seine Gastwirtschaft. 1914 wurde ein Schlachthaus und 1930 ein Wirtschaftsgebäude mit einem großen Versammlungsraum angebaut.

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Nicht nur Vereine, auch Behörden und der Gemeinderat nutzten die Räume der Gaststätten.

Bild 2.7
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Breves Tochter Auguste heiratete den Schlachter und Gastwirt August Bayer. 1936 übernahmen beide die Gastwirtschaft und Schlachterei.

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Der Gasthof einige Jahre später. Rechts ist der Aufgang zum neuen Saal erkennbar



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Hinweisschild im Garten der Gastwirtschaft, ca. 1956.


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August Bayer mit seinem Gesellen Wilfried Köller Ende der 1950er Jahre.


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Karin Bayer, später verheiratete Hilbert, ca. 1956 beim Hausputz. Alle Familienmitglieder übernahmen Aufgaben in dem Familienbetrieb. Die Türflügel gehen noch nach innen auf.

Bild 2.13
Bild 2.13
Bauplan für die Neu-Gestaltung der Gebäudefront.

Bayers älteste Tochter Else heiratete Erich Ohlen. Nach seinem frühen Tod 1957 führte sie die Gaststätte viele Jahre allein weiter. 1975 heiratete sie Willi Oberheim, so dass auch dieser Nachname in Sehlde bekannt war. Der Betrieb behielt aber den Namen Gastwirtschaft und Schlachterei Baier, wie das ca. 1980 entstandene Bild 2.13 zeigt. Allerdings hatte sich die Schreibweise des Nachnamens geändert. August Bayers Bruder schrieb sich Baier, und so einigte man sich später auf die einheitliche Schreibweise Baier. August und Auguste Bayer hatten nur Töchter. Damit ging dieser Nachname durch Heirat verloren.


Bild 2.14
Fenster und Türen wurden modernisiert. Die Türflügel gehen nun – den gesetzlichen Vorgaben entsprechend – nach außen auf.



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Else und Willi Oberheim

1993 wurden Laden und Gasthof geschlossen und Jürgen Ohlen, Elses ältester Sohn, übernahm das Gebäude und baute es zu Wohnraum um.


Bild 2.16
Heutige Ansicht des reinen Wohnhauses.

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3. Gaststätte Hohnschopp – Haase

Auf dem Friedhof standen einmal zwei Wohnhäuser. Das Haus am Südrand Nr. (1)41 ist als Hirtenhaus bekannt. Am Nordostrand befand sich das Haus Nr. 39 des Bödners J.H.K. Schlüter.

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Bild 3.1
Ausschnitt aus einem Plan von 1833 (Kirchenarchiv Sehlde)

Am 9. April 1843 genehmigte das Königliche Consistorium die Vergrößerung des Sehlder  Kirchhofs durch Hinzunahme des Schlüterschen Grundstücks. Die Gemeinde Sehlde wies Herrn Schlüter einen neuen Bauplatz an dem damaligen Ostrand des Dorfes zu – heute Wellbornstraße 8.

12. April 1843

Im Auftrag der Königlichen Consistorie eröffnen wir hierdurch: dass die Vergrößerung des Kirchhofs zu Sehlde durch Hinzunahme des Bauplatzes und arten der Schlüterschen Bödnerstelle unter den Bedingungen genehmigt ist:

  1. dass auf dem neuen Terrain keine Leichen solcher Familien, welche eigene Begräbnisstellen auf dem alten Friedhof besitzen, eher beigesetzt werden sollen, als bis diese alten Begräbnisplätze mit Leichen ausgefüllt sind und
  2. dass auf dem neuen Terrain die Beerdigung in ununterbrochenen Reihen vorgenommen und große und kleine Leichen getrennt werden sollen.

Oldendorf und Lauenstein, den 9. April 1843

Die Kirchen-Commisarien

An Herrn Pastor Langelotz

Das Schlütersche Haus auf dem Friedhof, es hatte die Hausnummer 39, wurde abgerissen. Ob beim Neubau am Ortsrand Teile des alten Hauses wieder verwendet wurden, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Laut Grundbuch wurde das Schlütersche Haus 1848 “verlegt“.

Das Haus wurde einmal erweitert, wie an dem Fachwerk auch von außen gut zu erkennen ist.

Ursprung von 1848 ist der östliche Teil des Hauses, der unter Verwendung von Eichenbohlen gebaut wurde. In dem westlichen Teil wurden Nadelholzbohlen verbaut.

1865 gehörte das Haus dem Leineweber, Schlachter und Gastwirt  Heinrich Ludwig Hohnschopp, der eine Konzession zum Betrieb einer Gaststätte erhielt, die an sein Haus gebunden war. Er durfte also nur in diesem Haus eine Gaststätte betreiben.

Das nachfolgende Protokoll wurde seinerzeit angefertigt. Auch die Höhe der Gebote wurde vermerkt.

Geschehen, Sehlde, den 15. Januar 1865

Zur Verpachtung des Gemeindekruges zu Sehlde stand heute Termin bevor und wurde derselbe unter folgenden Bedingungen meistbietend verpachtet wie folgt:

Ad. 1
Die Krugwirtschaft wird auf sechs folgende Jahre von Neujahr 1865 bis dahin 1871 und wird auf a: Jahr ……… (nicht lesbar)

Ad. 2
Die Krugwirtschaft muß in des Pächters Hause betrieben werden und kann solche ohne Genehmigung des Gemeinde-Vorstandes aus demselben nicht verlegt werden.

Ad. 3
Die Krugwirtschaft besteht in folgendem: Gäste zu setzen in soweit es dem Gesetze genügt, zu beherbergen, Bier und Branntwein und sonstige Gegenstände in soweit sie zur Krugwirtschaft gehören und gesetzlich gestattet sind, zu ….. (nicht lesbar) und zu verkaufen

Ad. 4
Die Verpachtung geschieht in Courant und wird unter 6 Mgr nicht geboten und die Pachtgelder werden auf den 1. Januar folgenden Jahres jedes Mal an den Gemeinde-Rechnungsführer ohne alle weitere Anmahnung bezahlt

Ad. 5
Der Pächter muß stets gutes Bier und reinen Korn, Branntwein, überhaupt alle dasjenige in guter Qualität vorrätig haben, was man von einer Krugwirtschaft verlangen kann.

Ad. 6
Den Krugzins und Weinkauf sowie auf haftenden Steuern zahlt und trägt Pächter sowie die Contraktkosten.

Ad. 7
Remission findet unter keinen Bedingungen statt.

Ad. 8
Eine Zupachtung einer zweiten Krugwirtschaft soll dem Pächter nicht gestattet sein, da eine Zusammenlegung der beiden Krugwirtschaften nicht als zweckmäßig erscheint.

Ad. 9
Würde Pächter eine oder andere Bedingungen nicht erfüllen, so wird die Krugwirtschaft auf seine Gefahr und Kosten anderweitig verpachtet werden.

Ad. 10
Von den zuletzt drei Höchstbietenden behält sich der Gemeindevorstand das Recht, acht Tage bevor dem Zuschlag zu geben wenn sie will und wer sich am besten dazu qualifiziert

Ad. 11
Das vom Pächter die Contrakts-Bedingungen gewissenhaft gehalten werden mit Entsagung aller Einwandungen und Ausflüchte sich seiner eigenhändigen Namensunterschrift bestätigt

Christian Hohnschop

Da der Christian Hohnschop sich erboten hat, für das höchste Gebot ad 27 Courant anzunehmen, so ist ihm von dem Gemeinde-Vorstand der Zuschlag erteilt.

Sehlde, den 22. Januar 1865

Der Ortsvorstand
F. Köllmann
A. Scheele

Christian Hohnschop 7
Gülke 10
F. Hohnschop 10 – 6
Christian Sürig 10 – 12
August Stille 10 – 24
Friedrich Stille 16 – 6
Wilhelm Redeker 20
Ch. Hohnschop 20 – 6
Wilhelm Redeker 24
F. Stille 25
Wilh. Redeker 26
Ch. Hohnschop 26 – 6
Wilhelm Redeker 27

In nächster Generation übernahm der Bödner und Gastwirt Louis Hohnschopp den Gasthof. Er war eine bekannte Persönlichkeit in Sehlde und hatte auch wichtige Ehrenämter inne. Louis Hohnschopp starb am 19. März 1908 im 56. Lebensjahr.

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In den folgenden Jahren wechselte der Gasthof mehrfach den Besitzer:

Louis Niemeyer übernahm die Gastwirtschaft. Er verkaufte sie aber bereits zum 1. Januar 1912 wieder an den Kutscher Max Krepkowsky aus Bornhausen bei Seesen. Der Kaufpreis betrug 31.000,– Mark.

Im Juni 1912 gehörte das Haus bereits dem Gastwirt Adolf Meyer und musste versteigert werden. Die Städtische Brauerei Hannover ersteigerte im September 1912 das Haus für 22.365,– Mark und verkaufte es eine Woche später für 32.500,– Mark an den Schneidermeister August Schrader sen. aus Mehle.

Im April 1913 verkaufte Schrader die Gastwirtschaft für 25.000,– Mark an einen Herrn aus Großdorf (Arnold Haase). Arnold Haase gab ihr den Namen “Gasthaus zur Krone“.

Die nachfolgenden Zeitungsartikel und Anzeigen begleiteten damals die häufigen Besitzerwechsel:

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Ida Seebaum, geb. Quante, Frieda Höler und Manfred Seebaum vor dem Kolonialwaren-Laden

Arnold Haase betrieb den Gasthof, den er 1913 für 25.000 Mark von dem Gastwirt Schrader gekauft hatte, weiter. Nach seinem Tod übernahmen seine Witwe Johanna, geb. Mussmann, und ihre Miterben, Sohn Arnold und Tochter Melanie, verheiratete Sylla, das Haus.

Johanna Haase ging eine neue Ehe ein mit dem Sehlder Landwirt Louis Hohnschopp. In Sehlde gab es damals mehrere Familien mit dem Nachnamen Hohnschopp bzw. Hohnschop.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Haus innen komplett umgebaut. Aus Gaststätte und Saal  wurde Wohnraum, der seinerzeit auch für Flüchtlinge, Vertriebene etc. aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten benötigt wurde.

In der ehemaligen Remise an der Westseite entstand ein kleines Kolonialwaren-Geschäft. Dieses wurde zuerst von Hans Thieme (Ausgebombter aus Hamburg) und seiner Lebensgefährtin, Frau Höler, danach bis Anfang der 1970er Jahre von Familie Waschk betrieben.

Die letzten Eigentümer aus der Familie Haase waren Melanie, geb. Haase, und Kurt Sylla. Da dieses Ehepaar keine Kinder hatte, übernahm Marion Borchers 1978 das Haus.

Marion Borchers verkaufte 1997 den westlichen Teil des Hauses an Martin Burghardt und den östlichen Teil an Horst Grünhagen. Diese Eigentümer haben das Haus ausgebaut und bewohnen Teile davon selbst.  Andere Teile wurden vermietet, so dass es heute ein reines Wohnhaus ist.

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Fahrradständer, Reklameschilder und ein Zigarettenautomat machten auf den kleinen Kolonialwarenladen aufmerksam.

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Ein Foto von der Süd- und Westseite aus dem Jahr 2004Bild 3.21Bild 3.21
Die Nordseite während der Umbauphase

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Die Nordseite erhielt wieder eine Ziegel-Fassadenverkleidung

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4. Gaststätte Arnemann – Gassmann

Anfang des 18. Jahrhunderts stand an dieser Stelle das Haus der Familie Johann Schaper. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts blieb es in ihrem Besitz. Danach ist in der Übersicht der Hofliste von Pastor Bauer eine Lücke von ca. 100 Jahren. 1895 wird August Gülke als Eigentümer genannt. August baute an dieser Stelle ein Massivhaus. August vermachte den Hof Werner, dem unehelichen Sohn seiner Tochter Elfriede. Er sollte ihn im Alter von 24 Jahren übernehmen. Bis dahin wurde der Hof von Albert Arnemann und Ehefrau Elfriede, geb. Gülke bewirtschaftet. Werner Gülke heiratete 1949 im Alter von 24 Jahren die Landwirtstocher Ilse Heine aus Esbeck und bewirtschaftete dort den Hof. Den Hof in Sehlde bekamen Elfriede und Albert Arnemann als Altenteiler.

Während Elfriede anfangs im Haus Flaschenbier verkaufte und später die Gaststätte betrieb, arbeitete Albert hauptberuflich als Gespannführer auf dem Rittergut 1 und auch als Milchfuhrmann. Die in Sehlde und zeitweise in Mehle und Quanthof eingesammelten Milchkannen transportierte er zur Molkerei nach Eime. Arnemann band sich vertraglich an die Einbecker Brauerei, die auch Einrichtungsgegenstände stellte.

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Schützenfest Anfang der 1960er Jahre. Das Zelt stand auf der Wiese neben der Gaststätte, heute stehen dort die Häuser Am Gänsekamp.

Arnemanns Sohn Eduard, genannt Edi, arbeitete Hauptberuflich im VW-Werk, Hannover. Er half aber in der Gaststätte aus und übernahm sie auch später, zusammen mit seiner Frau Erika. Der Scheunenteil an der Nordseite des Gebäudes wurde ausgebaut und Erika Arnemann richtete dort einen kleinen REWE-Markt ein, der neben der Gaststätte betrieben wurde.


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Gaststätte und dahinter der kleine REWE-Markt.

Familie Edi Arnemann zog nach Hannover und übernahm dort eine Gastwirtschaft. Das hiesige Gasthaus wurde an die Einbecker Brauerei verpachtet, die die Gaststätte an mehrere Betreiber in kurzen Abständen unterverpachtet hat. Während dieser Zeit erhielt die Gastwirtschaft den Namen “Zum Dorfkrug“. Nach Auflösung der Verträge mit der Einbecker Brauerei verkaufte Edi Arnemann 1982 das Haus mit der Gaststätte an Wilfried und Doris  Gassmann. Bei der anschließenden Renovierung der Küche und des Schankraumes wurde die Fachwerk-Konstruktion sichtbar. Die Gefache bestehen aus einem Holzgeflecht mit einem Lehm/Stroh-Bewurf. Unter dem Schankraum befindet sich ein Kellergewölbe aus Bruchsteinen. Der Fußboden aus fest getretener Erde wurde von Fam. Gassmann isoliert und gefliest. Die Gaststätte wurde am 27.01. 1983 wieder eröffnet.

1994 bauten sie an der Ostseite des Hauses einen Saal und eine neue Toilettenanlage an. Sie betrieben die Gaststätte bis 2005, danach wurde sie an die Tochter Ramona verpachtet.

Der ehemaligen REWE-Laden und der dahinter noch vorhandene Pferdestall wurden 2000/2001 zu einer Wohnung ausgebaut.

Am 31.06.2012 wurde die Gaststätte geschlossen. Das komplette Inventar ist aber noch vorhanden. Genutzt werden derzeit nur die Wohnungen.


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An der Ostseite wurde 1994 ein Saal angebaut.


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Der Eingang zur Gaststätte im Jahre 2012

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5. Quellen

Archiv Heimatverein Sehlde
Pastor Bauer, Familienbuch und Höfeübersicht

Fotos
Fotos von J. Ohlen und Fam. Burghardt
Niedersächsische Post/Elzer Zeitung, Leine-Deister-Zeitung

Mündliche Erzählungen und Hinweise von vielen Sehlder Bürgern

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