Zur Geschichte des Dorfes Sehlde / Leine


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Allgemeine Informationen, Hinweise auf die Entstehung des Ortes, des Ortsnamens und des Wappens sowie Vorträge des ehemaligen Pastors Georg Friedrich Justus Bauer.

Aus Heft 2 der Schriftenreihe Heimatkunde Herausgegeben vom Heimatverein Sehlde / Leine e.V.


1. Allgemeine Information

1.1 Hinweise zur Entstehung des Ortes

1.2 Bedeutung des Ortsnamens

1.3 Sehlder Wappen

2. Vorträge von Pastor Bauer

2.1 Sehlde bis zur Reformation

2.2 Von der Reformationszeit bis zum 30jährigen Krieg

3. Anhang

3.1 Das Sehlder Lied von Pastor Bauer

3.2 Das andere Sehlder Lied

3.3 Das Gedicht von Fräulein Wrobel

4. Quellen / Anmerkungen

5. Verfasser


1. Allgemeine Information

Das Dorf Sehlde liegt westlich von Elze und gehörte einst zum Amt Lauenstein, das von 1810 bis 1813 zum Königreich Westfalen und anschließend zum Königreich Hannover gehörte. 1866 kam das Königreich Hannover zu Preußen, so dass von da an das preußischen Staats- und Verwaltungsrecht galt.

In der Verwaltungsreform von 1885 wurden die Amtsbezirke neu gegliedert und Sehlde kam zum Amt Gronau, das kurz darauf zum Kreis Gronau umbenannt wurde. 1932 wurde der Kreis Gronau in den Landkreis Alfeld (Leine) eingegliedert und dieser 1978 in den Landkreis Hildesheim.

Sehlde bildete ab 1970 gemeinsam mit Mehle, Esbeck und Elze eine Samtgemeinde. 1974 erfolgte im Rahmen der Gebietsreform die Eingliederung in die neu gegründete Einheitsgemeinde Elze. Damit ist Sehlde nun ein unselbständiger Stadtteil von Elze. Im Jahr 2015 hatte das Dorf 479 Einwohner.

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1.1. Hinweise zur Entstehung des Ortes

Informationen über archäologisch relevante Funde in der Gemeinde Sehlde stammen überwiegend von Wilhelm Barner, dem ehemaligen Lehrer und Heimatpfleger des Kreises Gronau, später Alfeld. Er wurde zu Funden gerufen und dokumentierte und interpretierte diese.

Bild 1 - Archäologische Fundstellen in der Gemeinde Sehlde

Bild 11 – Archäologische Fundstellen in der Gemeinde Sehlde,
gekennzeichnet durch nummerierte Dreiecke und Halbschalen.

So kann anhand von Fundstücken aus der Sehlder Masch nachgewiesen werden, das hier schon in der Mittelsteinzeit (Spät-Mesolithikum, ca. 5000 Jahre vor Christi) Menschen gesiedelt haben. In der Jungsteinzeit (Neolithikum 5000 – 2000 v. Chr.)  lebten hier Westindogermanen.2

Bild 2 - Siedlung bei Sehlde in der Mittelsteinzeit

Bild 23 – Der volle Kreis kennzeichnet eine Siedlung
bei Sehlde in der Mittelsteinzeit.

Bild 3a - Steinbeil - gefunden am Nordrand des DorfesBild 3b - Steinbeil - gefunden am Nordrand des Dorfes

Bild 3 – Steinbeil, gefunden am Nordrand des Dorfes.

Beim Bau eines Hauses im Jahre 1949 im Park des Oberhofes (Rittergut 1) wurde bei Schachtarbeiten eine Urne mit Beigefäß aus der späten Bronzezeit (1200 bis 600 v. Chr.) gefunden. Die Fundstücke kamen zuerst ins Alfelder Museum und später nach Hannover ins Landesmuseum.

Bild 4 - Urne der späten Bronzezeit

Bild 41 – Urne der späten Bronzezeit mit Beigefäß

Bild 5 - In Sehlde gefundenen größeren Gefäße

Bild 5 – Ein Foto der in Sehlde gefundenen größeren Gefäße. (Fotosammlung des ehemaligen Lehrers Hermann Grimm, nun im Bestand des Heimatvereins)

Bild 6 - Karteidaten Urne (Bild 4)

Bild 6 – Karteidaten Urne (Bild 4)1

Bild 7 - Karteidaten Beigefäß (Bild 4)

Bild 7 – Karteidaten Beigefäß (Bild 4)

Im Mittelalter befanden sich in der Gemarkung Sehlde drei Schäfereien (Siedlungen), die später in der heutigen Sehlder Ortslage konzentriert wurden.

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Bild 6 – Karte (Ausschnitt) aus dem Museum Springe,
mit der ungefähren Lage etlicher ehemaliger Siedlungen.

Die Siedlung / Schäferei Reinlevessem (Reinleuessem o.ä.) soll sich zwischen Sehlde und Quanthof befunden haben. Der rote Knopf auf der Karte steckt danach zu weit westlich.

Mitthoff6 präsentiert für diese Siedlung ein Dokument aus dem Jahr 1192 und schreibt dazu:

Reinleuesheim, Reinleussun. Einen Ort gleichen Namens habe ich nur noch in der Bulle Papst Edlestin`s III v. 1192 als Remeleuessem, und sodann im Jahre 1359 erwähnt gefunden. Im letzteren Jahre verkauft der Deutsche Orden an Siegfried von Homburg de Quanthof, „seuen houe to Selde, de dar ligget vppe dem velde tho Rheinleussen, Güter zu Dedelmissen, zu Everdagsen, zu Esbecke und auf dem Salze zu Hemmendorf (132). Obgleich der Namen und die Lage, wenn an Sehlem als das Dorf gleichen Namens im Amte Winzenburg annimmt, so schön zutreffe; so wird man dennoch wegen der Belegenheit aller anderen genannten Orte bei Sehlde im Amte Lauenstein bleiben müssen. Bis hier her aber kann man den Flenithi-Gau nicht ausdehnen und dann weiß ich den Ort überall nicht unterzubringen.

Bild 11 zeigt eine Karte mit den Gauen im späteren Kreis Alfeld.

Einen frühen Hinweis auf Sehlde findet man bei Schwabe7. Danach schenkte im Jahre 1068 König Heinrich IV dem Bischof Hezilo von Hildesheim die Grafschaftsrechte u.a. auch im Gudingo. Die Bischöfe gaben später den Grafen von Spiegelberg u.a. das Gebiet des Amtes Lauenstein zu Lehen. Nachweislich waren diese u.a. begütert Lede, Eine, Bekum, Deinsen und in Sehlde, wo sie im Jahre 1225 eine halbe Hufe Land besaßen.

Nach der Spiegelberg-Homburgischen Fehde erhielten die Sieger, die Edelherren von Homburg (Homburg bei Stadtoldendorf), 1226 das Gebiet zwischen Ith und Leine und machten es zu ihrer Vogtei (Amt) Lauenstein.

Nach Gründung der Klöster Wülfinghausen (1236) und Wittenburg (1328) wurden viele Schriftstücke dort erstellt bzw. verwahrt – teils als Abschriften. In diesen frühen Unterlagen befinden sich mehrere Hinweise auf Sehlde, wie die folgenden Beispiele zeigen:

In einer Urkunde des Klosters Wülfinghausen vom 23.3.1265 wird ein Lambertus es Ekdehardus de Selethe erwähnt.8

Auch die nachstehende Urkunde von 1302 weist wieder auf Sehlde hin.9

Bild 7 - Urkunde von 1302

Bild 7: Kopie (Fotoreproduktion) der Urkunde von 1302. Das Original liegt im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Das Siegel ging verloren. Druck: UB Hochstift Hildesheim 3 Nr. 1406. Regest: UB Wittenburg Nr. 13.

Bild 8 - Übersetzung der Urkunde (Bild 7)

Bild 8: Übersetzung der Urkunde (Bild 7)

Als letztes Beispiel für Hinweise auf Sehlde in alten Schriften sei hier Baringi10 genannt, der in seinem Buch u.a. folgendes schreibt:

1356 wird Sevelde im Brief von Arendt von Portenhagen erwähnt, woselbst es unter anderen heisset:

Unde unse Gud tho Sevehlde ec. Dieser adlige Hof gehöret jetzo dem Herrn von Grapendorf.
a) In dem schon oft angezogenen Engelbrechtschen Lehn-Briefe wird dieser Ort Sehlde genennet: und ist diese Familie auch beliehen worden: mit einem halben Zehnten zu Sehlde, mit einer halben Hufe Landes daselbst. Ist es also klar, dass aus Sevelde erstlich Sehlde, und endlich Sehle gemachet worden. Die Pfarre selbst ist mit der zu Eime vereinigt.

Die Deutsche Sprache hat sich regional im Laufe der Zeit mehrfach stark verändert – und damit auch der Ortsname. So findet man in alten Dokumenten beispielsweise im Jahr 1272 die Schreibweise Sevelt, 1356 Sevelde, 1359 Selde und 1410 Zelde.

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1.2. Bedeutung des Ortsnamens

Mehrere Wissenschaftler haben sich im Laufe der Jahre mit der Deutung von Ortsnamen beschäftigt – so auch mit dem Ursprung des Namens Sehlde. Dabei ist die Deutung der Wortwurzeln in der Wissenschaft durchaus umstritten.

So schreibt Bahlow11 1965 (Auszug):

Sehlde a. Leine b. Elze ist altes Kollektiv Selithi, Selede:
Sel, sil, sul, sol sind Synonyma für sumpfig-schmutziges Wasser.

Bei Seedorf et al.12 findet man 1996 folgende Deutung:

Älteste Schicht (zumeist vor 300 nach Chr.) (sogenannte germanische Ortnamenschicht) -ithi, -id, abgeschliffen zu –ethe, -the, -te, -ede, de, e = Wohnplatz einer Siedlungsgruppe

Prof. Dr. Jürgen Udolph hat für eine Sendung des NDR 1, Radio Niedersachsen die Herkunft unseres Ortsnamens recherchiert am 21.05.2012 um 10:20 Uhr folgendes vorgetragen (nachzulesen auf den Internetseiten des NDR):

Sehlde, alte Bezeichnungen 900 Selida, 1130 Selethe, Selede, 1437-1470 Selde, um 1525 Selde.

Der Ortsname ist vermutlich eine Bildung mit dem altertümlichen germanischen Element „-ithi“, ursprünglich „Sal-ithi, Sel-ithi“. Der erste Teil des Wortes geht vermutlich auf das germanische Wort „salh“ für „Weide“ zurück.

Eine zweite Anknüpfungsmöglichkeit ist ein Farbadjektiv. Im Altenglischen steht „salo, salu“ für „dunkelfarbig“, auch „schmutzig“. Wahrscheinlich aber geht der Ortsname auf „Sal-“ zurück, das mit „Regenbach, Meer, unruhiger Seegang, Flußströmung“ zu übersetzen ist.

Udolphs Fazit:
Sal-ithi: „am Fluss, Bach oder an einer feuchten Stelle gelegen, die durch den Zusammenfluss von Saale und Akebeke liegend gebildet wird“.

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1.3 Sehlder Wappen

Der Gemeinde Sehlde wurde Anfang März 1939 in einer feierlichen Sitzung Wappen und Siegel durch Landrat Willikens und Kreisheimatpfleger Barner überreicht.

In der Leine- und Deister-Zeitung vom 6.3.1939 war dazu folgendes zu lesen:

Das Wappen zeigt in rot ein goldenes Cheruskergefäß (sogenannte Situla) des 1. Jahrhunderts nach der Zeitenwende. Es ist im Anschluss an das Wappen der Familie von Grapendorf, das einen mittelalterlichen Topf zeigt, gestaltet. Die Gemeinde Sehlde erkor sich jetzt dieses cheruskische Gefäß, das beim Bau der Wasserleitung des Dorfes gefunden worden ist, zum Wappensymbol.

Bild 9 - Wappen - Auszüge aus der Verleihungsurkunde

Bild 10 - Wappen - Auszüge aus der Verleihungsurkunde

Bild 9 und 105 – Auszüge aus der Verleihungsurkunde

Nach heutigen Erkenntnissen muss man davon ausgehen, dass es dieses Cheruskergefäß, die so genannte Situla, nicht gegeben hat. Inspiriert durch den Topf im Wappen der einst in Sehlde ansässige Familie von Grapendorf und den in der Gemarkung Sehlde gefundenen Gefäßen (Bild 4 und 5), gestaltete man ein “schönes cheruskisches Gefäß“  als Wappensymbol.

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2. Vorträge von Pastor Bauer

Von 1891 bis 1923 war Georg Friedrich Justus Bauer Pastor der Kirchengemeinde Eime-Sehlde. Während seiner Amtszeit hat er bei einigen Heimatabenden Vorträge zur Geschichte des Ortes gehalten und damit, zusammen mit den Lehrern, das kulturelle Geschehen im Dorf maßgeblich mitgestaltet.

Zwei Vorträge, die handschriftlich überliefert sind, zeigen, wie intensiv sich Pastor Bauer mit der Geschichte seiner Heimat beschäftigt hat. Von diesen und anderen Arbeiten dieses Pastors profitieren die Sehlder Heimatkundler auch heute noch.

Den nachfolgenden Vortrag hat Pastor Bauer im Jahre 1898 gehalten. Der Text wurde transkribiert und steht nun maschinenschriftlich zu Verfügung. Die Pläne und Bilder, die den fließenden Text ein wenig auflockern sollen,  wurden neueren Veröffentlichungen entnommen und in den alten Vortragstext eingefügt.

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2.1 Sehlde bis zur Reformation13

Etwa 300 Jahre vor Christi Geburt haben germanische (also deutsche) Völkerschaften die Leine überschritten, von Osten nach Westen vordringend.

Gegen Ende des 3. Jahrhunderts nach Christo (also etwa 600 Jahre später) treffen wir im Wesergebiete einen Bund germanischer Völkerstämme an, zu welchem die Cherusker, Angrivarier, Chauken und auch die Sachsen nördlich von der Elbe gehörten. In dieser Gegend saßen hier die Angrivarier. Gewaltige Veränderungen traten mit der Völkerwanderung vom 3. bis 6. Jahrhundert nach Christo ein. Die Sachsen verließen ihre ursprüngliche Heimat, das jetzige Schleswig-Holstein und drangen im 3. und 4. Jahrhundert erobernd über die Weser hinaus vor. Seitdem sie sich hier die Chauken und Angravier unterworfen hatten, bildeten sie den großen niederdeutschen Volksstamm, dessen Gebiet von der Eider bis zum Zuidersee und bis Cassel und Magdeburg reichte.

Die Sachsen bildeten keinen einheitlichen Staat oder Bund. Sie zerfielen in die Hauptgruppen von Ostfalen, Engern und Westfalen, zu denen als vierter Zweig die Nordalbinger in Holstein dazu kamen.

Wir gehörten hier zum Gebiet der Engern. Das Wort ist von dem Namen der Angravier, den in diesem Gebiet früher sesshaften nicht sächsischen aber von den Sachsen unterworfenen Stamme abgeleitet. Die Grenze zwischen Engern und Ostfalen bildete die Leine. Der Hauptort in Engern war Angaria, das heutige Dorf Engern in Westfalen, die Begräbnisstätte des Sachsenherzogs Wittekind.

Der geistige Mittelpunkt für Engern, ja überhaupt für Sachsen wurde seit Karl dem Großen das Kloster Corvei.

Die Hauptgruppen der Sachsen (also Engern, Ostfalen, Westfalen) zerfielen wieder in Gaue unter gewählten Häuptlingen oder Altermännern.

Das Gebiet des früheren Amtes Lauenstein gehörte zum Gudingo.

Bild 11 - Ehemaligen Gau-Grenzen

Bild 113 – In diesem Plan hat Barner die ehemaligen Gau-Grenzen eingezeichnet. Die breite dunkle Linie zeigt die Grenze des damaligen Kreises Alfeld.

Der Gudingo wurde im Norden begrenzt von Merstemgau, auch zu Engern gehörend. Im Osten rechts von der die Grenze nach Ostfalen hin bezeichnenden Leine und zwar von Norden nach Süden gezählt, lagen der Ostfalengau, der Valingau und der nach Süden hin die Grenze bildende Aringo. Im Westen schloss das Igathgebirge (der Ith) den Gudingau ab.

Auf einer Landkarte, welche die Gaueinteilung in der Diöcese Hildesheim um das Jahr 1000 nach Christo darstellt, stehen unter anderem folgende Ortschaften im Gudingo verzeichnet:

  • Alfrikesrode (Alferde)
  • Osithe zw. Elze und Mehle
  • Medele (Mehle)
  • Cobbanbrug (Coppenbrügge)
  • Hemmenthorpe (Hemmendorf)
  • Sualenhusen (b. Salzhemmendorf)
  • Ledi (Lehde bei Gronau)
  • Bechina (Bekum bei Eime)
  • Bantanon (Banteln)
  • Eggerhern (Eggersen)
  • Tuistai (Thüste)
  • Wallenhusen (Wallensen).

Es sind dies selbstverständlich nur die bedeutendsten unter den zahlreichen Ortschaften des Gudingos.

Der Gudingo  zerfiel wieder in 4 Unterabteilungen, 4 Gohen, Lende oder Börden: Elze, Eldagsen, Wallensen und Oldendorf.

Von diesen gehörten Wallensen und Oldendorf dem Amte Lauenstein an, Wallensen als obere, Oldendorf als untere Börde. Eime und Sehlde gehörten zur unteren Börde.

Bild 12 - Ämter um das Jahr 1500

Bild 124 – Die Ämter um das Jahr 1500 und ihre Unterabteilungen, Gohen, Lende oder Börden genannt. Berücksichtigt hat Barner wieder nur den Altkreis Alfeld.

Die alten Deutschen hielten ihre Volksversammlungen und Gerichte unter freiem Himmel ab. Der Platz hierfür war in der oberen Börde die Gohe am Möhlenbrink zwischen Wallensen und Eggersen, derjenigen in unserer, der unteren Börde das Landgericht unter der alten Linde im hohen Felde bei Hemmendorf (Tillylinde oder Wahrbaum). Dem Sturm am 7. August dieses Jahres ist dieses uralte Erinnerungszeichen an alte vergangene Zeiten zum Opfer gefallen.

Im Jahre 1535 ist z.B. eine Gohe am Möhlenbrinke gehalten, 1650 ein Landgericht bei Hemmendorf. Nicht unwahrscheinlich ist, dass die Gerichtsstätte für den gesamten Gudingo der sogenannte Königsstuhl beim Kreienholze bei Elze gewesen ist.

Die Einteilung in Börden oder Gohen ist schon uralt. Wir erkennen darin Heeresabteilungen wieder und zwar zwei Hundertschaften, wobei aber eine Zehntschaft zwölf Einheiten, eine Hundertschaft 10 Zehntschaften (120) d. sog. große Hundert ausmacht.

Dies führt uns darauf, an die ersten Ansiedlungen überhaupt und an die Entstehung des Dorfes Sehlde im Besonderen zu denken.

Die erste Ansiedlung geht dem Wasser nach. Grund dafür ist die Notwendigkeit des Wassers und die Bequemlichkeit beim Anbau. Damit verbindet sich dann die Verehrung der Quellen bei unseren heidnischen Vorfahren.

Die alten Germanen ließen sich nach den einzelnen Truppschaften des Heeres nieder. Diese Truppschaften oder Dorfschaften, denn Dorf ist aus Trupp, Tropp, Torp entstanden, erhalten meistens die Bezeichnung nach Namen oder Wohnung des Anführers, seltener nach der örtlichen Lage. So bedeuten z.B. Hemmendorf = Truppschaft des Hemmo, Benstorf = Truppschaft des Benno usw.

Viele der ersten Ansiedlungen sind eingegangen. So lassen sich außer den noch vorhandenen 33 Ortschaften im früheren Amte Lauenstein ebenso viele eingegangene, sog. wüste Orte, nachweisen, nämlich: Spiegelberg, Eiverdessen, Rittagsen, Stieghagen, Obernhagen, Lecke, Nordholz, Borngessen, Remmensen, Eldignen, Eddinghausen, Wildenhagen, Weiberg, Altenhagen, Velterditzen, Stellerte, Südboderhausen, Tornhagen, Sellighausen, Bantensen, Bedemissen, Oelsen, Reinlevessen, Assum, Bekum, Ostbodeshausen, Leide.

Sehlde habe ich  zuerst genannt gefunden im Jahre 1324, wo am 4. Juli 4 Hufen Landes in Sehlde an Dietrich Bock von Northolz verpfändet sind.

1359  gehörte das hiesige Rittergut Arnd von Portenhagen. Damals ist der Ort Senelde geschrieben. Und es ist wohl möglich, das es ursprünglich Sevelt, d.i. niedriges Feld, bedeutet.

Wie wir schon sahen, sind im Laufe der Zeit viele ursprüngliche Ortschaften eingegangen. Andere sind durch Hinzusiedlung vergrößert worden. Ein Erkennungsmerkmal, aus wie vielen ersten Ansiedlungen ein Ort zusammengesetzt ist, sind die Schäfereien. Ursprünglich hatte jede Gemeinde eine Schäferei.

Da nun in Sehlde drei Schäfereien vorhanden waren, so ist anzunehmen, dass drei Bestandteile zu unterscheiden sind.

Nach dem Hausbuche zu Banteln von 1593 war in Sehlde eine den Herren von Steinberg zu Bodenburg gehörende Schäferei, eine andere gehörte Erich von Mendelsloh Erben (dieses ist die Gutsschäferei) und die dritte gehörte der Gemeinde Sehlde.

Die ersten Ansiedlungen müssen nun für Sehlde sein:

1) Reinlevessen, von wo die 3 Höfe Warneke, Wintel-Alves, Bartels-Scheele nach Sehlde zu gesiedelt sind.

2) das Dorf Sehlde und

3) das Gut Sehlde, wie es sich im Einzelnen hiermit verhält, ist noch unbekannt. Doch es ist wohl ganz wohl möglich, dass in der Überlieferung, das Gut habe einst draußen vor Sehlde gelegen und sei hier verschwunden, die Tatsache enthalte, dass es einst verlegt wurde.

Ob die beiden Orte geradezu als Groß- und Kleinsehlde zu unterscheiden waren, mag dahingestellt bleiben.

Wenn 1403 drei Hufen Wülfinghäuser Lehnland das „Lütteken Houe“ genannt werden, so ist das vielleicht noch eine Erinnerung an Kleinsehlde.

Die Zeit, in welcher, wenn auch in vielfach edlerer Form als bei anderen Heiden die Nacht des Heidentums über den sächsischen Gauen lagerte und keine Erkenntnis eines lebendigen Gottes, keine Ahnung einer Erlösung vorhanden war, umfasst etwa 100 Jahre.

Ein ganzer, ja man muss sagen, der allergrößte und richtige Wendepunkt trat ein, als im 8. Jahrhundert nach Christi Geburt durch den Frankenkönig Karl des Großen und seine Boten das Licht der Gnade unseres Herrn Jesu Christi für das ganze Sachsenland und also auch für den Gudingo aufging. Es war eine Zeit des Kampfes ohne gleichen, dem nur, und noch nicht einmal die Schrecken des 30jährigen Krieges an die Seite zu stellen sind. Über 30 Jahre dauerte der Kampf, welcher mit der völligen Unterwerfung der Sachsen endete. Mit tapferen Heldenmute verteidigten sie mit dem Glauben der Väter zugleich ihre Freiheit. Die Erkenntnis der Bedeutung des Kreuzes Jesu Christi konnte umso mehr, da sie durch Kampf gebracht wurde, erst allmählich durchdringen, aber sie fasste im Laufe der Zeit Fuß tief im Herzen der Sachsen.

Hier in unserer Gegend weilte Karl der Große gern. Zu Elze hatte er einen Königshof. Elze ersah er zum Bischofsitze. Hier erstand das erste Kirchlein, die Taufkirche für den Gudingo – die Mutterkirche – aller übrigen Gotteshäuser weit und breit. Vor 2 Jahren konnten wir ja in Elze das 1100jährige Bestehen der Peter-Paul-Kirche in Elze mit Lob und Dank gegen den Herrn gedenken, eine Feier für die Gemeinden Eime und Sehlde deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie bis zum Jahre 1543 Filiale von Elze waren.

Die einst schon reich bevölkerten und blühenden Sachsengaue waren durch die 30jährigen Kämpfe z.Zt. Karls des Großen sehr verwüstet und entvölkert. Eine Zunahme der Bevölkerung und Hebung des Wohlstandes konnte erst nach und nach eintreten.

Die kirchliche Versorgung schloss sich der Gaueinteilung an. Dem weltlichen Gerichtsbezirk „Land“ entsprach als Bezeichnung eines geistlichen Gerichts- und Aufsichtsbezirkes der Name „Bann“. So entsprechen den 4 Börden im Gudingo 4 Bannsprengel oder Archidiakonate: Elze, Eldagsen, Wallensen und Oldendorf. Unter diesen ist Elze die Mutterkirche und tritt als Gaukirche über die anderen hervor.

Als nun hin und her in den Ortschaften mehr Kirchen gegründet wurden, wurden die sogenannten Archidiakonatkirchen mehr und mehr selbständig.

Da Ludwig der Fromme i.J. 815 das von Karl dem Großen zu Elze gegründete Bistum nach Hildesheim verlegte, wo wahrscheinlich auch schon eine Archidiakonatskirche vorhanden war, kam der Gudingo an das Bistum Hildesheim und so ist zu erklären, dass diese Gegend, obwohl engrisch, doch zum ostfälischen Sachsen gekommen ist.

Mit Ausbreitung des Christentums ging die Vermehrung der Kirchen und Kapellen Hand in Hand. Die ersten Kirchen um Elze nach unserer Seite zu sind jedenfalls Bekum, einem größeren der Lage nach bekannten Orte, die zu Ledi auf dem jetzigen Gronauer Friedhofe und die zu Feldbergen am Wege zu Banteln nach Gronau, von denen die letzten beiden noch heute ehrwürdige Zeugen längst entschwundener Zeiten uns grüßen.

Eine weitere Zeit großer Veränderungen bezeichnete die Wende des 13. und 14. Jahrhunderts. Ich darf daran erinnern, dass in der „kaiserlosen, schrecklichen Zeit“ von 1254 bis 1273 es im ganzen deutschen Reiche trübe und trostlos aussah. Es war die Zeit des Faustrechts und der Fehden. Und geschichtliche Überlieferungen bezeugen, dass gerade auch unsere Gegend stark in Mitleidenschaft gezogen war. Bischof Siegfried der II von Hildesheim (1279 – 1310) tat viel zur Herstellung des Friedens und der Sicherheit in seiner Diöcese. Ihm verdankt die Stadt Gronau ihre Entstehung. Denn er veranlasst die Zusammensiedlung der Bewohner von Ledi, Empeda und Bekum auf der Leineinsel und verlieh um 1300 dem neuen Orte Stadtrechte.

In jener Zeit hat wahrscheinlich auch Sehlde die Gestalt erhalten, welcher der Ort bis zum 30jährigen Krieg gehabt hat und, abgesehen von den in dieser Zeit an hinzu gekommenen Bödener- und Anbauerstellen, auch behalten hat. Eine Folge jener Vergrößerung des Dorfes wird auch der Bau der ersten Kirche gewesen sein. Unsere Kirche, die einst „Kirche unserer lieben Frauen“, d.i.Marienkirche“ genannt, ist vielleicht eine Gründung der Kartäuser aus Hildesheim, oder steht mit ihnen in irgendeiner Beziehung. Doch ist zu wenig hierüber bekannt, als das man schon sichere Vermutungen aufstellen könnte.

Bild 13 - Sehr früher Plan von Sehlde

Bild 1314 – Ein sehr früher Plan von Sehlde, undatiert, Urheber unbekannt. Der Nordpfeil zeigt Richtung Mehle. Links neben dem Namen Seele ist die Straße  Richtung Eime.

Als die alten Deutschen sesshaft wurden, und das Land unter sich verteilten, gingen sie mit großer Gleichmäßigkeit und Gerechtigkeit vor.
Es bestand die Pflicht der Heeresfolge dem Herzoge gegenüber. Und ein Teil leistete dieselbe zu Pferde, ein Teil zu Fuß. Diejenigen, welche zu Pferde folgten, erhielten ein größeres Maß Land, diejenigen, welche zu Fuß folgten, ein geringeres. Aus jenen sind im Laufe der Zeit die Ackersleute oder Vollmeier, aus diesen die Köthner entstanden. Der Name Köthner kommt her von Koth = Teil. Das Normalmaß für die Ackersleute sind 3 Hufen Land oder 90 Morgen, dasjenige für die Köthner 1 Hufe oder 30 Morgen.

In uralten Zeiten war der Sache des freien Mannes, sich zu verteidigen und zu beschützen, vermöge des ihm zustehenden Fehderechtes. Wer nicht selbst Kraft und Mittel hatte, sich zu schützen, war genötigt, sich unter die Vogtei eines Schutzherrn zu begeben. Hieraus ist ein Macht- und Abhängigkeitsverhältnis entstanden, welche sich im Laufe der Zeit zur Gerichts- und Regierungsgewalt eines Herrn über Untergebene herausgebildet hat. Die Gegenleistung für diesen Schutz sind die Voigtelasten, welche die Voigtleute ihren Schutzherren zu leisten hatten. Solche Voigtleute waren von Anfang an Erben ihrer Güter. Anders verhält es sich mit dem Meyergut. Die Meyer waren anfangs Verwalter fremden Gutes, dem Erblichkeit hinzutrat.

Als im ehemaligen Amte Lauenstein gelegen, ist die Geschichte unseres Ortes mit den Geschicken des Amtes und des Hauses Lauenstein verknüpft.
Das Haus Lauenstein wird 1247 in einer Urkunde erwähnt, nach welcher der Edelherr Heinrich von Homburg es dem Herzoge Otto dem Kinde von Braunschweig und Lüneburg übertrug und es als Lehen empfing. Durch Zerstörung des gräflichen Schlosses Spiegelberg war diese Gegend um 1226 an die Herrschaft Homburg gekommen. Die ersten Herren welche wir als Oberherren für unsere Gegend antreffen, sind die Grafen von Northeim (-1144). Darauf gehört sie zu Spiegelberg. Dann ist sie homburgisch bis 1409. Am 9. Oktober 1409 überträgt Edelherr Heinrich von Homburg, der letzte seines Namens, seine Herrschaft dem Herzoge Bernhard von Braunschweig.
Damals bestand diese Herrschaft noch aus 5 Voigteien, deren eine Voigtei um Lauensteine (Amte Lauenstein) war.
1428 begegnen uns Wallensen und Lauenstein als Leibzucht der Fürstin Margarete von Hessen, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg. 1433 wird das Amt Lauenstein an den Bischof Magnus von Hildesheim versetzt. Der Bischoff nimmt die Huldigung entgegen. Er verpfändet Lauenstein an die Familie Bock von Northolz, in deren Hand es bis zum Jahre 1493 verblieb.
Die von Saldern erhielten 1509 von Bischof Johann IV. die Versicherung, solange er Bischof wäre, sollten sie nicht gekündigt werden. Die Kündigung geschah indessen doch. Aber Burchard von Salden weigerte sich, Lauenstein herauszugeben. Er wurde 1518 mit Gewalt vertrieben. Lauenstein wurde dem hildesheimischen Voigte Statius von Münchhausen übergeben. Burchard von Saldern versuchte vergebens, Lauenstein wieder einzunehmen. Er brennt den Burgflecken nieder und heftet einen Fehdebrief an das Tor:

Eck Borcherd von Salder do bekennt
Dat eck hebbe gedan dussen brand,
dat bekenne eck mit meiner Hand

Statius von Münchhausen wurde vor dem Steuerwalde jämmerlich erschlagen. Diese Vorkommisse und ähnliche Verhältnisse und andere verpfändeten Bürgen gaben die Veranlassung zur hildesheimischen Stiftsfehde 1519-1521/23.

Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg wurden mit der Reichsacht gegen den Bischof von Hildesheim beauftragt und eroberten außer andern Burgen 1521 den Lauenstein. Burchard von Saldern wurde wieder in den Besitz desselben gesetzt. Die Stiftsfehde wurde durch den Vertrag von Quedlinburg 1523 beendigt. Die größtenteils eroberten Stiftslande erhielten die Herzöge. Das Haus und Amt Lauenstein kam an Herzog Erich I. von Calenberg.

Damit sind wir in der Zeit angekommen, in welcher das weichende Mittelalter einer herannahenden neuen Zeit Platz machte und unsere Heimat durch Luthers Reformationswerk die teure Gabe der reinen Lehre des Evangeliums und rechten Verwaltung der Sakramente empfing.

Bild 14 - Plan von ca. 1630

Bild 1415 – Ausschnitt aus einem Plan von ca. 1630, erstellt von Ioanne Gigante. Gigante hat die Ortsnamen so geschrieben, wie sie von der Bevölkerung gesprochen wurden.

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2.2 Von der Reformationszeit bis zum 30jährigen Krieg13

Von der Reformationszeit bis zum 30jährigen Kriege oder wir könnten auch sagen der Einführung und Erhaltung des lutherschen Bekenntnisses für unsere Gegend.

Das entscheidende für die Einführung der Reformationszeit im Calenberger Lande, welchem, wie vorhin erwähnt, das alte Amt Lauenstein in dem Jahre 1523 angehörte, war die Zeit von 1540 an, die Zeit der vormundschaftlichen Regierung, der der Lehre Luthers zu getanen Herzogin-Witwe Elisabeth für ihren unmündigen Sohn Erich II.

Einen warmen Fürsprecher hatte die lutherische Sache an dem edlen Amtmann Burchard von Saldern, welcher die traurigen Zeiten der Stiftsfehden erlebt hatte und pfandweise im Besitze des Lauenstein bis zu seinem im Jahre 1551 erfolgten Tode blieb. Als Rat Herzog Erich I. hatte er schon versucht, seinen Herrn und Fürsten zu bewegen, „das Seine Fürstl. Gn. den Unterthanen das Evangelium und die reine Lehre durch rechtschaffene Prediger anstatt der Mönche Träume vortragen lassen wollte,“ aber nichts erlangt. Er hat auf seinem Hause (Lauenstein) einen evangelischen Pfarrer gehalten und solches mit großer Gefahr und vieler großer Herren, auch seiner eigenen Freunde, Ungunst, aber doch mit freudigem und unverzagtem Herzen, darum ihn denn auch Gott hinwieder nicht verlassen, sondern zu all seinen Vorhaben Glück und Gedeihen gegeben hat. Auch hat er noch erlebt, dass nach dem Tode Erichs I. dessen Witwe Elisabeth Befehl und Anordnung erließ, dass das Evangelium durchs ganze Fürstentum gepredigt würde.

Bild 15 - Elisabeth von Brandenburg

Bild 1516 – Elisabeth von Brandenburg (1510-1558) Holzschnitt um 1542

Wenn Herzog Erich I. eine Steuer oder Satzung ausschreiben lassen wollte, so hat Burchard von Saldern allezeit fleißig dafür gebeten, und, wenn er es hat nicht ändern können, doch so viel erlangt, das die Steuer gelindert würde. So hat er als ein treuer Vater gegen seine armen Leute in teuren Zeiten große Hülfe und willige Vollstreckung getan. Das Gedächtnis das in der Kirche zu Lauenstein bestatteten 1. lutherischen Inhabers des Amtes bleibe darum billig in guten Andenken.

Die Einführung und besonders auch die Durchführung der Reformation war die Aufgabe der 1543 im Fürstentum Calenberg gehaltenen Generalvisitation. Sie wurde geleitet von M. Antonius Corvinus, Superintendent von Calenberg. Über den Befund bei den Visitationen und die auf Grund davon zu treffenden Einrichtungen erhielten die einzelnen Städte und Klöster einen Bescheid zur Nachachtung.

Von entscheidender Bedeutung ist für Eime und Sehlde der Visitationsbescheid für Elze vom 16. April 1543. Soweit er für uns in Frage kommt. Lautet derselbe:

„Nachdem aber etliche filiall in disse pfar gehorig fürhanden gewesen sein, so der pfar weit entlegen und auch eine solche anzall volckes daselbst ist, die eins eigen pfarhern nicht woll entrathen konten, so haben wir dieselbige filiall, als nemlich Eynem und Seelse zu einer sonderlichen pfar verordnet und zu Eynem alsobalt einen pastor gesetz.“

Es fällt darauf also die Einrichtung der selbständigen Pfarre Eime-Sehlde in das Jahr 1543. Eime und Sehlde, vorher beide Filialen zu Elze, wurden also eine selbständige auf zwei Muttergemeinden sich erstreckende Pfarre mit dem Pfarrsitz Eime. Darum konnten wir vor 5 Jahren zugleich mit der 350jährigen Reformationsjubiläumsfeier die Gedächtnisfeier des 350 jährigen Bestands der Pfarre Eime-Sehlde am Reformationsfeste mit Lob und Dank gegen Gott den Herrn festlich begehen. Welch eine segensreich Wohltat es ist, wenn eine Gemeinde im eigenen Orte in seiner heimatlichen Kirche an Sonn- und Feiertagen die regelmäßige Verwaltung von Wort und Sakrament findet, und nicht erst weite Wege zurückzulegen genötigt ist, daran sei kurz erinnert!  Wir brauchen auch nur an die mangelhaften Verkehrsverhältnisse früherer Jahrhunderte zu denken, um jene Wohltat noch mehr zu würdigen.

Der erste Prediger zu Eime-Sehlde war Wolbarts Ludwig oder Wolpertus Ludovici, welcher über 40 Jahre das Pfarramt versah und im Jahre 1588 starb. Sein Sohn und Nachfolger Daniel Ludovici, von 1588 bis 1633 Pastor zu Eime-Sehlde, starb am 4. August 1633 im hohen Alter von 87 Jahren. Dessen Nachfolger war Christophorus Blancke, von 1633 bis 1672, also 39 Jahre Pastor von Eime-Sehlde.

Es sei hier gleich über die geistige Oberaufsicht das Erforderliche hinzugefügt. Eime-Sehlde hat im Laufe der Zeit 4 verschiedene Specialsuperintendanturen angehört, zuerst Gronau 1566-1636.

1566 wurde M. Johann Uden Pastor Primarius und zugleich Superintendent der Inspektion Gronau. Die lutherischen Pfarren in Lauenstein, Hemmendorf, Salzhemmendorf, Oldendorf, Esbeck, Eime-Sehlde, Marienhagen und Deinsen als getrennte Pfarren, Duingen, Wallensen, Hoyershausen (diese im Amte Lauenstein), Benstorf, Burgstemmen, Nordstemmen, Elze, Heyersum im Amte Poppenburg, Banteln, Eberholzen und Gronau im Amte Gronau, zusammen 21 Pfarren, gehörten nach einer Aufzeichnung des Superintendenten M. Zacharias Ronnenberg, welcher 1591 Superintendent der Inspektion Gronau wurde, zu derselben.

Im Jahre 1636 am 3. Dezember wurde eine Inspektionsänderung dahingehend vorgenommen, dass Lauenstein und Lauenau der Superintendantur Münder unterstellt wurden. Der Superintendantur Münder, welche sehr groß war und z.B. im Jahre 1752 noch etwa 30 Pfarren umfasste, gehörte Eime-Sehlde von 1636-1794 an, in welchem Jahre die Superintendantur Oldendorf errichtet wurde. 1868 ist dann Eime-Sehlde und Banteln der Inspektion Elze zugelegt und somit ein engerer geistlicher Zusammenhang des geistlichen Lebens im Gudingo wiederhergestellt.

Als im Jahre 1584 mit dem Tode des kinderlosen Herzogs Erich II. von Calenberg die Linie Calenberg ausstarb, fielen die calenbergischen Lande an das Haus Braunschweig-Wolfenbüttel.

Während unter dem katholischen Erich II. der Katholizismus begünstigt war, hatte die lutherische Kirche an Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel einen treuen Anhänger und eifrigen Förderer.

Er hat im Jahre 1569 seinem Lande eine treffliche Kirchenordnung gegeben, welche nach Einfügung des Fürstentums Calenberg auch für diese gültig geworden ist. Es ist die Kirchenordnung, welche auf den Altären unserer lutherischen Kirchen liegt und welche alle lutherischen Prediger im Bereiche ihrer Gültigkeit verpflichtet werden.

Bild 16 - Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel

Bild 1617 – Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel

Herzog Julius Nachfolger war Heinrich Julius der Gelehrte. Interessant ist das Protokoll über die Huldigung der Ortschafen im Amte Lauenstein nach dem Regierungsantritt dieses neuen Herzoges.

Im Frühling des Jahres 1589 reisten Hermann von Ufflen, Hauptmann zu Lauenstein und Johannes Wirt, Amtmann daselbst im Amte umher, um im Namen des neuen Landesherrn Besitz vom Amte zu ergreifen.

Notar Heinrich Eber, Bürger zu Eltze, begleitete die beiden zur Aufnahme des Protokolls. Der Bericht über Sehlde, wohin jene Herrn am 21. Mai kamen, lautete:

„Gleichergestaldt hat ein letztlich verfahren mit solichem actu apprehensionis umb acht uhr zu Sehlde, nachdem die einwohner des Dorffs beim Tye durch einen glockenschlag zusammen berueffen, und nach endigung seiner rede und vermahnung hatt er ein Stucke auß einer Linden auf dem Tye gehawen, solliche Apprehension damit zu bescheinen und die Leute, alß sie sich gutwillig mit Ja ercleret, dienstwillig entlassen.“

In jener Zeit treten uns nun auch die ersten Gestalten in Sehlde entgegen. Die ältesten Nachrichten führen uns noch in die katholische Zeit zurück. Da werden in einem Verzeichnisse der Auskünfte der Sehlder Kirche als „Olderluede“ Hans Molur u. Hans Matthias genannt, sodann Heny Hoyer, Hinrich Koch und Hinrich Slüter der Köster, außer einigen anderen schwer zu entziffernden Namen, Lamne Nolten, war in jener Zeit Pfarrmeier.

Die ersten lutherischen Olderluede sind Cord Winteln, Henny Nolten, Hardeke Palandt, letzterer Inhaber der Quanteschen Köthnerstelle.

Aus der Zeit jener Huldigung (1589) darf ich noch hinzufügen: Henni Kloecker, Hans Palandt, Hans Dröge, Hans Winteln, Matthias Bartels (Inhaber des Scheele-Alvesschen Hofes), Hans Warneke, Idell Warneke (Inhaber des Hein-Hobusschen Hofes), Hans von Mandelsloh – Besitzer des adeligen Gutes.

Bild 17 - Sehlder Taufstein von 1620

Bild 1714 – Sehlder Taufstein von 1620,
u.a. mit dem Wappen derer von Mandelsloh.

Einen Einblick in die Verhältnisse jener Zeit gewährt uns ein mehrjähriger Streit über Jagdgerechtigkeit in hiesiger Gegend zwischen dem Amte Lauenstein und der Familie Bock von Wülfingen. Am 27. September 1598 also jetzt vor 300 Jahren, hatte Curdt Bock von Wülfingen am Sonnenberge und den Örtern „herumb“ gejagt. Dafür waren ihm vom Amtmanne Johannes Hofmeister zu Lauenstein 300 Goldthaler Strafe abgefordert, weil der Amtmann ihn für nicht jagdberechtigt hielt. Curdt Bock von Wülfingen aber erlegte die Strafe nicht. Da wurden ihm auf Befehl des Amtmannes 330 Häupter Schafsvieh aus den Hürden weggenommen und nach Poppenburg gebracht. Curdt Bock von Wülfingen erhielt sie jedoch auf die Bedingung hin, dass er seinen Besitz zum Pfande stellt und sich aufrichtig machte, sein Jagdrecht zu beweisen. So kam es zu längeren gerichtlichen Verhandlungen. Nach Zeugenaussagen vom 24. November 1598 war Curdt Bock von Wülfingen vorher ein von Beamten zu Lauenstein an der Ausübung der Jagd verhindert. Die Haupturkunde über Zeugenvernehmung datiert vom 31. März 1600. Am 9. Juni 1604 wurde das endgültige Urteil gefällt. Derselbe lautete dahingehend: Curdt Bock von Wülfingen und seine Vettern könnten in der Eimer Feldmark, im Eimer Brink, in der Sehlder und Esbecker Feldmark, Sonnenbrink und Steinlah, welcher in der Gronauer Feldmark liegen, auch Mühlenbrink „zu rechter Zeit und ohn Schaden der armen Unterthanen die Stracke-Jagd (d.i. Treibjagd) ausüben, aber solle in Ahrenfeld und Assmund mit Zubehör derselben sich gänzlich enthalten.“

In diesem Prozess traten viele Zeugen auf und zwar folgende Bewohner aus Sehlde: Albert Winteln, er sei 67 Jahre alt, aber nicht allzu reiche, ein Köthner; Haideke Hamelmann, bey 60 Jahre alt, achte seinen Reichthumb nicht groß, Tagelöhner; Jorgen Koch bei 60 Jahre nicht alzu reich, sei ein arm Zimmermann; Curdt Moller, von 60 Jahren, habe sein Hinkommen, Ackermann; Hans Kusell, bey 52 Jahre, ein Stiege Schaffe oder 30 Schäffer.

Es war wenn auch keine sehr gute, so doch auch keine schlechte Zeit. Schlechte Zeiten standen im 30jährigen Krieg noch bevor.

Durch den 30jährigen Krieg (1618-1648) wurden die zuvor im Aufblühen begriffenen deutschen Landen verwüstet, vorher reich bevölkerte Orte und Gegenden entvölkert und verarmt. So schlimm wie viele andere Teile unseres Vaterlandes stand es freilich im Amte Lauenstein nicht. Alle zuvor vorhandenen Ortschaften sind geblieben. Den Zerstörungen konnte, wenn auch unter Seufzen und in großer Dürftigkeit der Wiederaufbau folgen. Aber diese mehrfachen Zerstörungen und besonders die drohende Gefahr des Katholizismus waren schwere Heimsuchungen für unsere Väter. Die teuren Güter der Reformationszeit standen auf dem Spiel. Ein erleichterndes Aufatmen brachte da in der Mitte des Krieges das Jahr 1633. Denn die entscheidende Schlacht bei hessische Oldendorf am 28. Juni jenen Jahres brachte den Sieg des Protestantismus in diesem Teil unserer Heimat. Der Katholische General Mèrode wurde von Herzog Georg von Lüneburg, der auf schwedisch-protestantischer Seite den Oberbefehl führte, geschlagen. Die Folge dieses Sieges war die Einnahme Hameln von Seiten des Protestantismus.

Bild 18 - Schlacht bei Hessisch Oldendorf 1633

Bild 1818 – Schlacht bei Hessisch Oldendorf 1633,
nach einem Merian-Kupferstich von 1644

Bild 19 - Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

Bild 1919 – Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

Viele Einzelheiten gerade aus unserer Gegend sind wohl kaum aus jener Zeit zu uns herüber gerettet. Aber was wir erfahren, zeigt uns doch, dass die Vorfahren des Krieges Schrecken haben schwer empfinden müssen.

Als die Bewohner von Eime einige 20 Jahre später um das Privilegium der Braugerechtigkeit beim Herzoge nachsuchten, führten sie als Grund besonders auch die verderblichen Zeiten des 30jährigen Krieges mit an, so z.B. in einem Schreiben v. 21. August 1661:

„Da nach deme bey unß kayserliche Läger gewesen, darauf deß folgenden jahres das weimarsche Läger erfolget, da heuser und scheunen abgebrochen vnndt die leuthe dadurch in die äußerste Armuth gerathen: Es hat auch noch vor dem katholischen Läger der General Bannier seines Marche (d.i. Marsch) hierdurchgenommen, da dan wir Einwohner 18 regimenten alle nacht nacheinander gehabt, dahero leicht abzunehmen waß vor ein großer schade unß daßmahl zugefügt, welcher die anderen flecken nicht betroffenn. So ist auch die gantze Bannische Artollerey eine nacht alhier gestanden, dadurch wir auch vor den anderen flecken dieses Ambtes daßmahl sehr verdorben worden.“

Gewiss ist es Sehlde nicht besser gegangen.

Der damalige Besitzer des adligen Gutes in Sehlde, der Edle gestenge Ehrenfeste und mannhafte Johann de Rassche, fürstl. Braunschw. Obristleutnant und seine Frau Katharina geb. von Selen hatten in die Kirche zu Sehlde zur Ehre Gottes einen silbervergoldeten Kelch, eine kunstreiche zinnerne Weinkanne, einen Vorhang von Seide und Gold durchwirkt, also eine Altarbekleidung und außerdem unsern noch heute im Gebrauch befindlichen Taufstein im Jahre 1620 geschenkt. Nach Aufzählung dieser Schenkungen heißt es: „Der Vorhang ist vom Tillyschen Kriegsvolk zu Gronaw gestohlen worden. Ob sie nicht mehr noch haben mitgehen ließen, viel auch zerstört?“

Als nach dem Restitutionsedikt v.J. 1629 die katholischen Sieger auch in dieser Gegend den katholischen Gottesdienst wieder einrichteten, das Amt Lauenstein wieder dem katholischen Stifte Hildesheim angehörte, die lutherischen Prediger vertrieben wurden und die lutherische Lehre unterdrückt wurde, war gewiss schwere Zeit.

Damals war zu Esbeck Pastor Joachim Gese, der Vater des dort geborenen und später berühmten Generalsuperint. u. Konsistorialrates D. Justus Gesenius. Vom Amte vertrieben, bebaute Pastor Gese in der Zeit von 1630 – 1633 eine Hufe Landes zu Esbeck. Mit wirklich schwerem herzen mag damals der Pastor zu Gronau die Worte in das Gronauer Kirchenbuch geschrieben haben: „Durante exilio cessavit nostra copulatio,“ d.h. „während der Verbannung ruhte unsere Kopulation.“ Es fanden keine Trauungen statt.

Mit den Schrecken des Krieges verband sich oft noch verheerende Seuche und Pestilenz. Sind doch in Gronau in dem einen Jahr 1626 etwa 300 Todesfälle vorgekommen, die meisten an der Pest. Viele Witwen und Waisen gabs damals. Von den 36 Bräuten, welche im Jahre 1627 in der Kirche zu Gronau vor des Herrn Altar traten, waren 20 Witwen.

Bild 20 - Konsistorialrat Dr. Justus Gesenius

Bild 2020 – Konsistorialrat Dr. Justus Gesenius

Es sind auch nach dem 30jährigen Kriege die Friedensjahre durch schwere und verderbliche Kriegszeiten unterbrochen, es haben unsere Vorfahren z.B. im Anfang dieses Jahrhunderts unter der französich-westfälischen Fremdherrschaft schwer gelitten und bitter geseufzt, aber eine so allgemeine und so andauernde Verwüstung und Verheerung, wie sie der 30jährige Krieg mit sich brachte,  ist bisher, Gott sei Dank! Für unsere Heimat nicht wiedergekehrt. Da dürfen wir mit recht Schillers herrliche Worte im Liede von der Glocke als Worte herzlichen Wunsches und flehentlicher Bitte für uns und unsere Nachkommen, für unser gesamtes deutsche Vaterland und unsere engere Heimat, für den Heimatort und die heimatlichen Felder und Flure zu den unsrigen machen:

„Holder Frieden, süße Eintracht,
weilet, weilet freundlich über dieser Stadt,
möge nie der Tag erscheinen,
wo des rauhen Krieges Händel
dieses stille Thal durchtoben,
wo der Himmel, den des Abends sanfte Röte,
lieblich malt,
von der Dörfer, von der Städte wildem Brande
schrecklich strahlt.
Holder friede, süße Eintracht
Weilet, weilet freundlich über dieser Stadt.“

Ergänzend zu den Ausführungen von Pastor Bauer, jenem Herrn mit Vollbart, der auf dem Deckblatt dieses Heftes abgebildet ist, können wir einer jüngeren Veröffentlichung, dem

Evang.-luth. Gemeindebuch für den Kirchenkreis Elze

entnehmen, dass im 30jährigen Krieg Piccolomini mit seinen kaiserlichen Truppen eine Zeitlang in der Sehlder Feldmark gelagert hat.

Bild 2121 – Auch später hat Pastor Bauer noch Vorträge gehalten und das kulturelle Geschehen im Dorf maßgeblich mit gestaltet, wie dieser Zeitungsartikel von 1913 zeigt.

Bild 2222 – Wappen der Familie von Grappendorf.

Bild 23 - Der Königsstuhl zu Gudingen

Bild 233 – Der Königsstuhl zu Gudingen.
So sah Wilhelm Barner diese Gerichtsstätte.

Paster Bauer lokalisierte diesen Ort beim Kähenholz / Aßmerfeld, in der Gemeinde Eime, südlich der Asbost. Der Königsstuhl ziert auch das Eimer Wappen. Nach anderen Beschreibungen befand sich die Gerichtsstätte östlich der Asbost, in der Leineaue zwischen Elze und Gronau.

Bild 24 - Wappen des Fleckens Eime

Bild 2423 – Wappen des Fleckens Eime

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3. Anhang

3.1 Das Sehlder Lied von Pastor Bauer

Anhang 3.1 - Heimatgrüsse im Kriege

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3.2 Das andere Sehlder Lied

Dieses Sehlder Lied ist wahrscheinlich zwischen den beiden Weltkriegen entstanden. Komponist und Texter sind unbekannt. Es geriet in Vergessenheit bis in den 1950er Jahren der Dirigent des Sehlder Posaunenchores, Friedrich Meyer aus Ahrenfeld, Text und Noten fand. Er bearbeitete das Lied und ergänzte es durch einen Marsch, der zu Beginn und am Ende gespielt wurde. Diese Sehlder Lied wurde auf Dorfabenden und bei anderen Festlichkeiten regelmäßig gespielt.  Als die Dorfabende eingestellt wurden, geriet auch das Lied wieder in Vergessenheit.

Anhang 3.2 - Sehlder Lied

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3.3 Das Gedicht von Fräulein Wrobel

Fräulein Magda Wrobel war in den 1950er Jahren Grundschullehrerin in Sehlde. Sie unterrichtete die Klassen 1 bis 4, die damals in einem Raum/Klassenzimmer unterrichtet wurden – dem heutigen Dorfgemeinschaftsraum.

Anhang 3.3 - Gedicht von Fräulein Wrobel

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4. Quellen / Anmerkungen

1 Museum der Stadt Alfeld / Leine: Archiv Nr. 83/3924
2 Barner,Wilhelm (Hrsg) (1931): Unsere Heimat. Das Land zwischen Hildesheimer Wald und Ith. Erster Band. August Lax, Verlagsbuchhandlung  Hildesheim und Leipzig
3 Barner, Wilhelm (1957): Heimatatlas des Kreises Alfeld. Erster Teil,
Ur- und Frühgeschichte. Schriftenreihe des Heimatmuseums Alfeld Nr. 5
Gesamtherstellung: Karl Heiz Gäth, Alfeld/Leine
4 Barner, Wilhelm (1953): Heimatatlas des Kreises Alfeld für Schule und Haus, Reproduktion und Druck Karl Heinz Gäth, Alfeld/Leine
5 Barner, Wilhelm (1953): Wappen und Siegel des Kreises Alfeld 2. Auflage, Hildesheim
6 Mithoff, H. Wilh. H. : Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen. 1. Band. Fürstentum Calenberg, Serie A, Nachdrucke Band 20. Verlag Harro v. Hirschheydt, Hannover-Döhren
7 Schwabe, Ludwig (1980): Das Hausbuch des Amtes Lauenstein im Jahre 1593 Abschrift. 2015 folgender Internetseite entnommen:
www.hege-elze.de/…/Das%20Hausbuch%20des%20Amts%20Lauenstein
8 NLA Hannover, Signatur: HStA: Cal.Or. 100 Wülfinghausen Nr. 34
Entnommen dem Urkundenbuch des Klosters Wüfinghausen, bearbeitet von Uwe Hager, ErsterBand 1236-1400 (Calenberger Urkundenbuch, II Abteilung), ISBN Nr. 3-7752-5858-7
9 NLA Hannover, Signatur: Cal.Or. 100 Wittenburg Nr. 7
Entnommen dem Urkundenbuch des Klosters Wittenburg, bearbeitet von Brigitte Flug. Güterverzeichnis des Klosters Wittenburg von 1462/78, bearbeitet von Peter Bardehle
10 Baringi, Danielis Eberhardi (1744): Beschreibung der Saala im Amt Lauenstein.
Gedruckt und verlegt durch Johann Heinrich Meyer, Lemgo
11 Bahlow, Hans (1965): Deutschlands geographische Namenwelt.
Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main
12 Seedorf, Hans Heinrich und Hans-Heinrich Meyer (Hrsg)(1996): Landeskunde Niedersachsen, Band 2. Neumünster
13 Archiv der Kirchengemeinde Eime-Sehlde. Auszüge aus den Vorträgen von Pastor Bauer.
14 Archiv des Heimatvereins Sehlde / Leine e.V.
15 Nieders. Landesarchiv (NLA) Wolfenbüttel, Kartensammlung K 4797
16 Am 04.05.2016 der folgenden Internetseite entnommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Brandenburg_(1510%E2%80%931558)#/media/File:Elisabeth_Muenden2.jpg – gemeinfrei
17 Am 06.05.2016 der folgenden Internetseite entnommen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_%28Braunschweig-Wolfenb%C3%BCttel%29 – gemeinfrei
18 Am 07.05.2016 der folgenden Internetseite entnommen: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hessisch_Oldendorf_Schlacht_Gem%C3%A4lde.jpg
Gemeinfrei
19 Am 07.05.2016 der folgenden Internetseite entnommen: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A1582_Georg-2.jpg  – gemeinfrei
20 Am 07.05.2016 folgender Internetseite entnommen: http://www.hege-elze.de/system/files/Narten%20Gesenius%20400%20Jahre%20Geburtstag%20%281%29.pdf
21 Verlag F. Wolff & Sohn KG, 31022 Gronau, zu dem heute die Leine- und Deisterzeitung (LDZ), die Elzer Zeitung und die Niedersächsische Post gehören
22 Wappen am inzwischen abgerissenen Herrenhaus (Edelhof). Fotografiert am 11.08.2012 von Friedrich Dreyer
23 Am 16.5.2016 folgender Internetseite entnommen:
gronau-leine.de/unsere-samtgemeinde/eime/ . Wappenbeschreibung_flecken_eime_3pdf

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5. Verfasser

Recherche: Geschichtsgruppe des Heimatvereins Sehlde / Leine e.V.

  • Gerhard Bosum
  • Friedrich Dreyer
  • Hanna Grupe
  • Renate Kroll
  • Birgit Opitz
  • Hans Sterzer
  • Karl-Heinz Winkler

Textvorlagen: Birgit Opitz

Layout: Friedrich Dreyer

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